Newsletter Juli 2026

Newsletter Juli 2026

17.07.2026

Liebe Leserinnen und Leser,

im vierten Newsletter im Jahr 2026 haben wir Ihnen wieder einen bunten Strauß an Themen rund um den Klimawandel und die Klimaanpassung zusammengestellt.

100 Maßnahmensteckbriefe zur kommunalen Klimaanpassung

Verschiedene Bilder zur Illustration der Maßnahmensteckbriefe ​​​​​Eine neue Sammlung aus rund 100 Steckbriefen für Maßnahmen zur kommunalen Klimaanpassung bietet praktische Unterstützung in verschiedenen kommunalen Aufgabenbereichen und adressiert zentrale Klimawirkungen für Baden-Württemberg. Kommunen können durch diese Steckbriefe geeignete Anpassungsmaßnahmen für ihr Klimaanpassungskonzept zusammenstellen. Bei der Erstellung kommunaler Maßnahmenkataloge können Textbausteine und Formulierungen aus den Steckbriefen der LUBW direkt für individualisierte Maßnahmenbeschreibungen verwendet und auf die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten hin zugeschnitten werden.

Die Steckbriefe berücksichtigen die Mindestanforderungen an Klimaanpassungskonzepte, die in derVerordnung der Landesregierung zu den Mindestanforderungen an kommunale Klimaanpassungskonzepte (KAnK-VO)definiert sind.

Für die weitere Konkretisierung der Steckbriefe durch die Kommunen und um ein einheitliches Format sicherzustellen, kann hier (07/26, DOCX, 164 KB) ein Blanko-Steckbrief heruntergeladen werden.

 

Schulung: Von der Analyse zur Aktion: Maßnahmenplanung im Klimaanpassungskonzept

  • Wann? 29. September 2026, 9.00-12.00 Uhr
  • Wo? Online via Webex
  • Zur Anmeldung

Wie findet man geeignete Maßnahmen, um Klimawandelfolgen zu begegnen?

Dieser Frage nimmt sich die fünfte Schulung der mehrteiligen Schulungsreihe an. Die Identifizierung geeigneter Maßnahmen sowie deren Priorisierung - aufbauend auf der individuellen Betroffenheit - stehen hier im Fokus.

Die Teilnahme an der Onlineveranstaltung ist kostenlos und richtet sich vorrangig an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Landkreisen, Stadtkreisen und Großen Kreisstädten in Baden-Württemberg.

Sie sind in Ihrer Verwaltung für die Erstellung eines Klimaanpassungskonzeptes zuständig? Dann melden Sie sich hier für alle Schulungen an.

 

Netzwerksprechstunde zum Klimaatlas BW im Juli

  • Wann? 30. Juli 2026, 11 Uhr
  • Wo? Online via BITBW
  • Zur Anmeldung

Einladungsschreiben Veranstaltung Wir wollen das Netzwerk im Bereich Klimaanpassung in Baden-Württemberg stärken. Dazu bieten wir seit Februar 2026 nun monatlich eine Online-Sprechstunde an.

Kommen Sie auch vorbei, stellen Sie Ihre Frage! Als Einstieg bieten wir immer einen thematischen Impuls zu Themen rund um den Klimaatlas BW und die Klimaanpassung. Der Juli-Termin widmet sich dem Prozess der Konzepterstellung und dem KlimaG BW.

Neugierig? Anmeldung und Informationen zu der Netzwerksprechstunde

 

10. Kongress für Klimafit für die Zukunft

Ausschnitt der Einladung zur Veranstaltung Unter dem Motto "Klimaanpassung in Kommunen voranbringen" wird wieder der jährliche Kongress Klimafit für die Zukunft der Umweltakademie ausgerichtet.

  • Wann? Freitag, 06. November 2026
  • Wo? Sparkassenakademie, Stuttgart
  • Infos & Anmeldung

Steigende Temperaturen und Extremwetterereignisse wie Starkregen, Überschwemmungen und Hitzeperioden – der Klimawandel verursacht in Baden-Württemberg hohe Schäden. Kommunen müssen dringend vorsorgen – Klimaanpassung wird in vielen Handlungsebenen daher immer wichtiger.

Auf dem 10. Kongress „Klimafit für die Zukunft“ in Stuttgart wird es wieder um konkrete Praxisbeispiele und Unterstützungsangebote für Kommunen gehen. 

 

Klimaanpassung im Baden-Württemberg: Das steckt im Klimaatlas BW

Eine Veranstaltung im Rahmen der "Woche der Klimaanpassung 2026".

  • Wann? 15.09.2026 von 10-11.30 Uhr
  • Online per BitBW, Teilnahme kostenlos
  • Anmeldung

Seit Januar 2025 bietet das Kompetenzzentrum Klimawandel der LUBW mit dem Klimaatlas BW eine Informationsplattform für Klimawandel, Klimafolgen und Klimaanpassung in Baden-Württemberg. Darin sind u.a. Inhalte zum Klimawandel der Vergangenheit und zum zukünftigen Klimawandel enthalten. Darüber hinaus findet man die landesweite Klimaanalyse und die daraus abgeleitete landesweit einheitliche Planungshinweiskarte Hitze im Klimaatlas BW.

 

Wussten Sie schon: Kann der Klimaatlas Tropennächte?

Sternenhimmel mit Text Der Klimaatlas BW berücksichtigt in seinen Berechnungen keine spezifischen Effekte der Landoberfläche. Dies bedeutet, dass die im Klimaatlas BW dargestellten Werte möglicherweise nicht den lokalen Bedingungen in städtischen Gebieten entsprechen, wo die urbane Wärmeinsel zu höheren Temperaturen führen kann. Zudem basieren die Daten des Klimaatlas BW auf DWD-Messstationen, welche prinzipiell außerhalb von Siedlungsgebieten verorten sind, um die Beeinflussung der Messung durch anthropogene Einflüsse zu minimieren.

Insbesondere die Schwelle von 20 Grad Celsius nachts, die für die Definition von Tropennächten relevant ist, kann in städtischen Gebieten lokal häufiger überschritten werden als es die Gebietsmittelwerte für Kommunen im Klimaatlas BW zeigen.

Diese Effekte sind bei Tropennächten und Sehr Heißen Tagen stärker ausgeprägt als bei Sommertagen oder Heißen Tagen. Auch bei Eis- oder Frosttagen können lokal extremere Werte an Stationen auftreten im Vergleich zu den Werten des Klimaatlas BW.

Ja, der Klimaatlas BW kann auch Tropennächte, aber durch verschiedene Effekte können gedämpfte Zeitreihen in der Statistik auftreten.

Diese und weitere Informationen zu den Daten im Klimaatlas finden Sie hier.

 

Außergewöhnliche Hitze im Juni 2026

Der Juni 2026 war in Baden-Württemberg außergewöhnlich heiß und trocken. Mit einer landesweiten Mitteltemperatur von rund 20,0 °C lag er um +5,0 °C über dem Mittel der Jahre 1961 bis 1990 und war damit der zweitwärmste Juni seit 1961. Gleichzeitig fiel rund 56 % weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel. Besonders auffällig war die ungewöhnlich frühe und intensive Hitzeperiode. Bereits im Juni wurden in weiten Teilen Baden-Württembergs zahlreiche Heiße Tage mit Temperaturen von mindestens 30 °C sowie mehrere Sehr Heiße Tage mit mindestens 35 °C verzeichnet. Während Heiße Tage im Vergleichszeitraum 1961 bis 1990 zu diesem Zeitpunkt vielerorts noch selten waren, traten sie 2026 nahezu flächendeckend auf.

Auch die Messungen an einzelnen Wetterstationen verdeutlichen die außergewöhnliche Situation. In Mannheim wurden vom 18. bis 28. Juni an elf Tagen in Folge Höchsttemperaturen von mindestens 30 °C gemessen. Am 27. Juni erreichte die Temperatur dort 40,0 °C. Selbst auf dem Feldberg wurden zwei Tropennächte registriert, in denen die Temperatur auch Nachts nicht unter 20 °C sank – ein ungewöhnliches Ereignis für eine Station in dieser Höhenlage.

Weitere Informationen zur Einordnung von Temperatur und Niederschlag enthält der aktuelle Witterungsrückblick der LUBW. Ausführlichere Informationen zur außergewöhnlichen Hitzesituation, ihren Auswirkungen und zur notwendigen Klimaanpassung finden sich in der Pressemitteilung der LUBW.

  • Das Thermopluviogramm zeigt die Temperatur- und Niederschlagsabweichungen der Maimonate in Baden-Württemberg für die Jahre 1961 bis 2026 im Vergleich zur Klimareferenzperiode 1961–1990. Das Diagramm besteht aus einem Koordinatensystem mit einer horizontalen Achse für die Temperaturabweichung in Kelvin und einer vertikalen Achse für die Niederschlagsabweichung in Prozent. Der Ursprung kennzeichnet die durchschnittlichen klimatischen Bedingungen der Referenzperiode. Die vier Quadranten sind mit „wärmer und feuchter“, „wärmer und trockener“, „kühler und feuchter“ sowie „kühler und trockener“ beschriftet. Gestrichelte konzentrische Kreise markieren zunehmende Abweichungsstärken. Einzelne Punkte repräsentieren jeweils einen Juni. Die Junimonate der Referenzperiode 1961–1990 sind als Kreise dargestellt, die Jahre 1991–2024 als Dreiecke. Der Juni 2026 ist als hervorgehobenes Quadrat markiert. Der Punkt für den Juni 2026 liegt im Quadranten „wärmer und trockener“. Er steht für eine um +5,0 Grad Celsius erhöhte Monatsmitteltemperatur gegenüber der Referenzperiode. Mit einer Niederschlagssumme von 46 Millimetern lag der Niederschlag rund 56 Prozent unter dem langjährigen Mittel von 104 Millimetern. Insgesamt zeigt die Grafik, dass der Mai 2026 zu den sehr warmen und zugleich deutlich zu trockenen Maimonaten der Zeitreihe zählt.