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Wandel von Lebensräumen und Arten
Wandel von Lebensräumen
07.01.2026
Der Wandel von Lebensräumen und Arten ist eine der vier Klimawirkungen, die in Baden-Württemberg im Fokus stehen. Der Klimawandel verändert Lebensräume und beeinflusst Tier- und Pflanzenarten. Im KlimaG und in der ergänzenden Rechtsverordnung kann der Wandel von Lebensräumen und Arten optional betrachtet werden. Genauere Informationen zur Klimawirkungsanalyse finden Sie in der Schritt-für-Schritt Anleitung zu kommunalen Anpassungskonzept.
Wandel von Lebensräumen
Neben dem Klima verändern sich auch Lebensräume und die Artenzusammensetzung in Baden-Württemberg. Hier finden Sie eine Übersicht zu wichtigen Themen im Feld Wandel von Lebensräumen und Arten:
- Moore stehen mehrfach unter Druck: Durch Landnutzung und den Klimawandel, dabei sind sie tolle Klimaschützer und beherbergen eine einzigartige biologische Vielfalt.
- Die Moorbodenkundliche Information auf dem Daten- und Kartendienst der LUBW bündelt die „Moorkarte BK50-Moor: Feuchtgebiets- und Moorverbreitung" des LGRB und die "Historische Moorbodenkarte Baden-Württemberg" der LUBW.
- Die Moorschutzkonzeption von Baden-Württemberg hat zum Ziel den Moorschutz weiter auszubauen und Emissionen aus Moor- und organischen Böden zu minimieren. Umgesetzt wird dies, indem die Moorstrategie eine enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteurinnen und Akteuren fördert und den Moorbodenschutz in die Fläche bringt. Sie wird derzeit zu einer umfassenden Moorstrategie weiterentwickelt, die Klimaschutz, Naturschutz, moorboden-erhaltende Landwirtschaft und Forstwirtschaft miteinander verbinden soll.
- Durch den Klimawandel können sich Lebensräume verändern. Insbesondere feuchte Lebensräume können durch die zunehmende sommerliche Trockenheit gefährdet sein.
- Ein Netz verbundener Lebensräume – der Biotopverbund – erlaubt Arten zu wandern und neue Lebensräume zu erreichen.
- Der Generalwildwegeplan vernetzt Waldlebensräume insbesondere für mobile Säugetiere wie Rothirsch, Wildkatze und Luchs.
- Das Landeskonzept Wiedervernetzung hilft bei der Überwindung von Straßen.
- Durch den Klimawandel können sich invasive, insbesondere wärmeliebende Ar-ten leichter ausbreiten. Das kann heimische Arten und ganze Ökosysteme beein-trächtigen. Einige invasive Arten stellen außerdem ein Gesundheitsrisiko für den Menschen dar.
- Allgemeine Informationen zu invasiven Arten sind auf der LUBW Homepage zu finden.
Weitere Informationen
- Die Verschiebung der Ausbreitungsgebiete von einzelnen wärmeliebenden Arten kann bereits beobachtet werden. Wärmeliebende Arten stellen vielerorts eine Ergänzung der Fauna dar, es kann aber auch zu Veränderungen in den Nahrungsketten, neuen Konkurrenzsituationen bis hin zum Aussterben einzelner Arten kommen.
Weitere Informationen
- Durch den Klimawandel kann eine Zunahme von Schädlingen und Pflanzenkrankheiten erfolgen.
- Das integrierte Pflanzenschutz-Informationssystem (ISIP) enthält regionale Prognosen und Warnmeldungen.
- Der Blattkrankheiten-Warndienst (Südzucker/BISZ) zeigt bei Vorliegen den Befall durch verschiedene Erreger.
- Vor allem für den Weinbau zeigt das staatliche Weinbauinstitut Freiburg Prognosen und historische Daten zu Phänologie, Schädlingen und Krankheiten.
- Das Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg gibt Hinweise zur Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel.
- Das Agrarmeteorologische Messnetz zeigt Infos zu Witterungsdaten, Krankheiten und Schädlingen, Bewässerung und Düngung.
- Wald zeigt uns den Klimawandel. Abgestorbene Fichten führen uns dies besonders vor Augen.
- Die Baumarteneignungskarten zeigen, welche Baumarten überhaupt noch eine Zukunft haben.
- Ein Abgleich der bestehenden Waldentwicklungstypen-Karten mit den WET-Risikokarten zeigt, ob Waldbestände einem erhöhten Risiko vor klimawandelbeding-ten Störungen ausgesetzt sind.
- Die Karten zur Gesamtvulnerabilität zeigen auf einen Blick die Gefährdung durch verschiedene Risiken:
- Stadtgrün steht mehrfach unter Druck. Durch Trockenheit im Sommer und neue Schädlinge kommen weitere Faktoren dazu.
- Das KLIMPRAX Stadtgrün Online-Tool hilft klimaresiliente Stadtbäume und Bauwerksbegrünung auszuwählen.
- Die Broschüre „Zukunftsbäume für die Stadt“ der Gartenamtsleiterkonferenz zeigt geeignete Stadtbäume im Klimawandel.
- Das Projekt CityTreeSuit der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg unterstützt bei der Stadtbaumauswahl.
- Das Projekt STADTGRÜN WERTSCHÄTZEN des Instituts für ökologische Wirtschafts-forschung bietet eine Argumentationsgrundlage für den Wert von städtischen Grünflächen.
- Nicole Pfosers Dissertation „Fassade und Pflanze. Potenziale einer neuen Fassadengestaltung“ untersucht Fassadenbegrünung wissenschaftlich.
- Tigermücken bereiten sich durch den Klimawandel immer mehr aus und können Krankheiten wie Dengue und Chikungunya übertragen
- Die Verbreitungskarte der Tigermücke zeigt Fundorte der Tigermücke.
- Die Meldung eines Fundes kann bei der KABS erfolgen.
- Das Sozialministerium gibt Hinweise zur Bekämpfung der Tigermücke.
- Die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) ist zentraler Akteur bei der Bekämpfung unter anderem der Tigermücke.
- Durch steigende Temperaturen können sich in Badeseen z. B. Blaualgen verstärkt verbreiten.
- Die Badegewässerkarte zeigt die Wasserqualität Baden-Württembergischer Badeseen und wo Badeverbote aufgrund beispielsweise zu hoher mikrobieller Gehalte ausgesprochen werden mussten.