Der Begriff Hochwasser umfasst sowohl fluviales Hochwasser (Überschwemmungen von Fließgewässern) und pluviales Hochwasser (Überflutungen infolge von Starkregen). Bei kleinen Gewässern ist eine klare Abgrenzung zwischen Überflutungen durch Starkregen und Überschwemmungen durch Flusshochwasser nicht immer ohne weiteres möglich, da oftmals eine Kombination von oberflächigem Abfluss und ausuferndem Gewässer auftritt.
Bei Starkregenereignissen handelt es sich um Niederschlagsereignisse, welche lokal eng begrenzt sind und bei denen sehr hohe Niederschlagsmengen innerhalb kürzester Zeit auftreten. Starkregenereignisse treten oft im Sommerhalbjahr als Gewitter oder Platzregen auf, welche bekanntermaßen durch eine kurze Dauer sowie geringe räumliche Ausdehnung und hohe Intensität charakterisiert sind.
Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Starkregen ab Niederschlagsmengen von 15 mm in einer Stunde oder ab 20 mm in sechs Stunden in 3 Warnstufen.
Weitere Informationen DWD Wetterwarnkriterien.
Starkregen kann zu Überflutungen bis hin zu Sturzfluten führen. Dies hängt von einer Vielzahl weiterer Faktoren ab (z. B. Geländetopografie, Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens). Überflutungen durch Starkregen treten in der Regel erst bei höheren Niederschlagsintensitäten auf.
In den Kartenviewern des Klimaatlas BW können Sie sich zu Kennwerten im Bereich Starkregen und Hochwasser informieren, u.a. Niederschlagstage mit mehr als 20 mm, 99. Perzentil der Tagesniederschläge in einem Jahr, maximale 5-Tages-Niederschlagssumme oder auch monatliche Niederschlagssummen.