Der Anstieg der Temperatur führt in Baden-Württemberg zu häufigeren, intensiveren und länger andauernden Hitzeperioden. Sommerliche Maximaltemperaturen belasten Mensch und Umwelt gleichermaßen. Während der „Hitzesommer“ in den Jahren 2003, 2015, 2018 oder 2022 wurden vor allem in Baden-Württemberg vermehrt „Heiße Tage“ oder „Tropennächte“ registriert. Die erhöhten Temperaturen und das Fehlen einer nächtlichen Abkühlung während anhaltender Hitzeperioden haben deutliche Wirkungen: Belastung des Herz-Kreislauf-Systems, Krankheits- und Todesfälle. Der Klimaatlas BW zeigt daher auch "Sehr Heiße Tage" (mit Temperaturen über 35 °C) als Kennwert an.
Heiße Tage im Kartenviewer "Klima der Vergangenheit"
Besonders gefährdet sind alte, kranke und pflegebedürftige Personen sowie Säuglinge und Kleinkinder. Arbeitende leiden unter höheren Temperaturen und sind vermindert leistungsfähig. Auch die Tierwelt leidet unter den Temperaturextremen. So steht etwa die Tierhaltung in Ställen und im Freien vor neuen Herausforderungen. Insbesondere in Kombination mit Trockenheit kann Hitze weitreichende Folgen für Ökosysteme haben.
In Siedlungsgebieten wird die erhöhte Temperaturbelastung auch als „städtische Wärmeinsel“ bezeichnet. Zusätzlich verschärft durch dichte Bebauung, einen hohen Versiegelungsgrad, großes Verkehrsaufkommen und erhöhte Emissionen, kann es zu einer lokalen Hitzeentwicklung kommen. Dieses Phänomen betrifft nicht nur die großen Städte in Baden-Württemberg, sondern auch Siedlungsstrukturen im ländlichen Raum.
Die Klimawirkung Hitze ist daher auch eine Frage des Urbanen Wasserressourcenmanagements und im Kontext der Blau-Grünen-Infrastruktur zu betrachten. Weitere Informationen finden Sie auch in den Veröffentlichungen zu Klima und Anpassung.